Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage

Der Konzern möchte bei seiner Kapitalanlage einerseits mögliche negative Auswirkungen vermeiden, indem beispielsweise in bestimmte Länder oder Geschäftsfelder nicht investiert wird. Andererseits möchte der Konzern insgesamt positive Auswirkungen fördern. Dafür haben wir 2016 ein Vorgehen für ein "ESG-Screening" erarbeitet.

Wir haben unsere Nachhaltigkeitsstrategie in 2019 in vielen Bereichen konsequent weiterentwickelt. Der Talanx Konzern und die Ampega haben die von den Vereinten Nationen unterstützten Principles for Responsible Investment (PRI) unterzeichnet und sich damit einem Rahmenwerk zur nachhaltigen Kapitalanlage angeschlossen. Gleichzeitig hat man sich dazu entschieden, von diesem Jahr an in Deutschland klimaneutral zu wirtschaften. Auch das Thema Engagement und Mitwirkung wurde mit einer neuen Engagement Policy gestärkt und vor allem das Thema Wahrnehmung von Stimmrechten auf  Hauptversammlungen adressiert.

Bereits seit geraumer Zeit analysieren wir konzernweit Wertpapieranlagen auf die Einhaltung von ESG-Kriterien. Das Screening erfolgt auf Grundlage der zehn Prinzipien des UN Global Compact. Die Prinzipien verantwortungsvollen Handelns dienen als Basis für einen breiten Filterkatalog. Neben diesen zehn universellen Prinzipien, die sich auf Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsprävention beziehen, wurde in den Filterkatalog auch der Ausschluss von kontroversen Waffen, wie Anti-Personen- Minen und der Ausschluss Kohle (Umsatz/Erzeugungsanteil >25 %) aufgenommen. Zum Ende des Jahres 2019 wurde der Filterkatalog um das Kriterium Ölsande erweitert. 

Im Geschäft mit institutionellen Kunden bietet Ampega individuelle ESG-Lösungen auf Basis eines differenzierten Ansatzes an. Hierzu wurde die ESG-Integration in den unterschiedlichen Assetklassen weiter vorangetrieben und die Kooperationen mit unterschiedlichen Nachhaltigkeitsdaten-Vendoren weiter intensiviert. Den Kunden können nun mehr unterschiedliche Ausschlüsse, Best-in-Class-Ansätze oder Impact-Strategienangeboten werden.

Bei Publikumsfonds offeriert Ampega schon viele Jahre dezidierte ESG-Fokusprodukte mit unterschiedlichen Risikoprofilen: Die Sondervermögen terrAssisi Renten I AMI, terrAssisi Aktien I AMI und der terrAssisi Stiftungsfonds I AMI investieren in Unternehmen und Emittenten, die neben ökonomischen auch Umwelt-und Sozialkriterien dauerhaft in ihre Firmenstrategie einbeziehen und unter dem Gesichtspunkt Zukunftsverantwortung zu den Vorreitern zählen. Die Klassifizierung wird von der unabhängigen Research Agentur ISS-ESG vorgegeben. Der terrAssisi Aktien I AMI verfügt zusätzlich über den Transparenzbericht der Firma Rödl & Partner. Diese Berichte gewähren dem interessierten Anleger ein hohes Maß an Einsicht in das Anlagemanagement des Fonds und setzen neue Maßstäbe innerhalb der Transparenz und Informationspolitik.

Transparenz nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen

Transparenz nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen auf Ebene des Unternehmens

Die Ampega berücksichtigt nachteilige Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren derzeit nicht. Die maßgeblichen Daten, die zur Feststellung und Gewichtung der nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen notwendig sind, sind im Markt noch nicht in ausreichendem Umfang sowie in der erforderlichen Qualität vorhanden.

Die Ampega beabsichtigt, ab dem 30. Juni 2021 interne Strategien eingerichtet zu haben, um die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren zu berücksichtigen

 

Strategie zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken

Strategie zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken

Für die Ampega ist eine systematische Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken bei Investitionsentscheidungen ein wesentlicher Teil der strategischen Ausrichtung.

Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation der Investitionen haben können und hierdurch in ihrem Marktwert beeinflusst werden können.

Die Ampega erachtet Nachhaltigkeitsrisiken als ergänzende Risikoart, welche auf bereits bekannte und verankerte Risikoarten, wie Marktpreisrisiko, Kreditausfallrisiko, Reputationsrisiko oder operationelles Risiko einwirkt.

Die Ampega hat eine Strategie im Einklang mit der Konzernstrategie entwickelt, um die Nachhaltigkeitsrisiken in den Entscheidungsprozess einzubeziehen und die Risiken für die Investoren zu reduzieren. Für sämtlichen Bestände, die von der Ampega Investment GmbH und der Ampega Asset Management GmbH verwaltet werden, wurde ein grundsätzlicher Filterkatalog entwickelt, welcher auf alle getätigten Investitionen angewendet wird. Dieser beinhaltet mitunter den Ausschluss kontroverser Waffenhersteller oder die Berücksichtigung der UN Global Compact Kriterien. Durch diesen Ansatz werden Investitionen im Rahmen der Allokationsentscheidung in Bezug auf Nachhaltigkeitsrisiken bewertet und berücksichtigt. Das zulässige Investmentuniversum wird hierdurch definiert und Investitionen mit hohem Nachhaltigkeitsrisiko werden begrenzt.

Die Ampega ist Unterzeichner der Principles for Responsible Investment (PRI) und verpflichtet sich damit zum Ausbau nachhaltiger Geldanlagen und zur Einhaltung der sechs, durch die UN aufgestellten Prinzipien für verantwortliches Investieren.

Die Operationalisierung in Form der Begrenzung von ESG relevanten Risiken und Kontroversen sowie der Festlegung von unzulässigen Vermögensgegenständen erfolgt durch das ESG-Committee.

Zusätzlich zum ESG-Committee gibt es auf Konzernebene das Responsible Investment Committee (RIC), welches für konzernübergreifende Themen zuständig ist und eine Eskalationsinstanz darstellt.